Kaschrut
Nahrung für die Seele
Mivza 6 von 10
Koscher zu essen bedeutet, die Speisegesetze der Tora zu befolgen. Es bringt Heiligkeit in den Alltag und hilft, ein tieferes spirituelles Feingefühl zu entwickeln.
Ein tieferer Blick
Wenn es unsere Aufgabe hier in dieser Welt ist, das Materielle und das Spirituelle zu verschmelzen, so gelingt das keiner Handlung so sehr wie dem Essen. Was immer wir essen, gelangt in unseren Körper und wird zum Brennstoff, der all seine Funktionen aufrechterhält.
Die Kaschrut-Gesetze zu befolgen ist ein Weg, die körperliche Handlung des Essens zu verfeinern und den Körper zu einem geeigneten Gefäß für Heiligkeit zu machen. Es gibt uns auch die Gelegenheit, diese Heiligkeit auf die Tiere, Pflanzen und Mineralien auszudehnen, aus denen unsere Nahrung besteht. Manche Speisen können durch das Essen unmittelbar erhoben werden, während andere Speisen dadurch verfeinert werden, dass man sie nicht isst, dass man sie ganz meidet. Und natürlich ist nicht jeder Stoff essbar. Indem wir eine koschere Küche führen, wird alles, was wir dabei benutzen (unser Geschirr, unser Spülbecken, unsere Geräte, die Wände selbst), erhoben. Die göttliche Energie, die das Universum durchdringt, kommt in unserer bescheidenen Wohnstätte zur Ruhe.
Zusätzlich zum Befolgen der Kaschrut-Gesetze machen wir unser Essen heilig, wenn wir unsere Nahrung großzügig mit anderen teilen. 1988 fügte Maschiach der Kaschrut-Kampagne ein weiteres Element hinzu: eine Zedaka-Büchse an die Wand unserer Küche zu hängen. Die Pushke ist eine sichtbare Erinnerung daran, dass G-ttes Segen nicht für uns allein ist. Wenn wir in der Küche stehen und Essen für unsere Familie zubereiten, gibt uns die Pushke das Signal, G-ttes Fülle mit anderen zu teilen, und Er wird es erwidern, indem Er Seinen unendlichen Segen über unser Zuhause ausschüttet.